Im wöchentlichen Gruppenangebot des Teenie-Projektes, einem Angebot des
Kinderschutzbundes Rinteln e.V., treffen sich unterschiedliche Jugendliche aus
Familiensystemen mit ganz verschiedenen Herausforderungen. Im Juli haben alle
Teilnehmer*innen an der jährlichen Aktiv-Freizeit teilgenommen.
In diesem Jahr hatten sich die Mitglieder des Teenie-Treffs dafür entschieden, die gemeinsame
Zeit im Ferienzentrum Schloss Dankern zu verbringen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 12
und 18 Jahren lebten gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften in insgesamt drei
Selbstversorgerhäusern, in denen es neben den Aktivitäten und Ausflügen viele Möglichkeiten
und Raum gab, Zeit miteinander zu verbringen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu
kochen.
Die Vorbereitungen für die Zeit vor Ort haben dabei schon Monate im Voraus begonnen:
Angefangen bei den ersten Überlegungen, was die Teenies vor Ort unternehmen möchten über
konkrete Recherchearbeiten bis hin zum Erstellen von Dienst-, Koch- und Putzplänen haben
die Jugendlichen alle Planungen selbst übernommen. Während der Gruppentreffen, die
entweder auf dem Bauwagengelände „Safe Place“ in Exten oder in den Gruppenräumen in der
Rintelner Innenstadt stattfinden, wurden dafür Wünsche und Vorstellungen abgeglichen,
Kompromisse ausgehandelt und gemeinsame Entscheidungen getroffen.
In diesem Prozess ging es für die Jugendlichen darum, ihre eigenen Wünsche zu verbalisieren,
Uneinigkeiten auszuhalten und bei der Lösungsfindung altersgerechte Verantwortung zu
übernehmen. Die Angebote im Teenie-Projekt – neben dem wöchentlichen Teenie-Treff unter
Anderem auch Beratung und 1:1-Begleitung durch geschulte ehrenamtliche Coaches – richten
sich an Jugendliche mit unterschiedlichen Herausforderungen in der sozial-emotionalen
Entwicklung. Das Gruppenangebot zielt darauf ab, durch einen wiederkehrend verlässlichen
Rahmen einen Raum für die Teilnehmer*innen zu schaffen, in dem sie sich mit Gleichaltrigen
austauschen, Unterstützung durch die gruppenbegleitenden Fachkräfte erhalten und die
Erfahrung machen können, mit den eigenen Meinungen, Erfahrungen und Themen gehört und
ernstgenommen zu werden.
Um all diese Dinge geht es auch während der Ferienfreizeit: Die intensiven Vorbereitungen
haben vor Ort Sicherheit und Orientierung geboten, aber auch ermöglicht, dass die Teenies ihr
vielfältiges Programm umsetzen – beispielsweise eine Shoppingtour nach Enschede, Action
beim BattleKart oder ein Besuch der Meyer Werft in Papenburg. Beim selbst vorbereiteten
gemeinsamen Frühstück, einem Grillabend oder selbstgemachten Hot Dogs gab es zudem viel
Gelegenheit zum Beisammensein, ins Gespräch kommen oder einfach zusammen zu chillen.
Gerade für die Teilnehmenden, die in Familien mit unterschiedlichen psychischen Belastungen
und Erkrankungen aufwachsen, ist diese Kombination aus vorab festgelegtem Programm und
frei gestaltbaren Räumen, in denen die begleitenden Fachkräfte auch Unsicherheiten und
Herausforderungen eng begleiten können, besonders wichtig. Ziel ist es, dass die Jugendlichen
auf der Freizeit nicht nur eine gemeinsame Auszeit vom Alltag genießen, sondern auch
ausreichend Sicherheit erleben, um Neues ausprobieren zu können.
Ermöglicht wurde die diesjährige Aktiv-Freizeit durch die Förderung des Niedersächsischen
Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie und den Kinderschutzbund Rinteln e.V.




